Thomas Sauter-Servaes

Thomas Sauter-Servaes, Dr.-Ing., leitet seit 2013 den Ingenieurstudiengang Verkehrssysteme an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Gleichzeitig forscht er an der ZHAW School of Engineering mit dem Fokus auf innovative Mobilitätsangebote und ist Inhaber des Beratungsbüros mobilecular.

Bis 2008 arbeitete er an der TU Berlin mit den Forschungsschwerpunkten Intermodalität und Low-Cost-Verkehr. 2007 promovierte er über innovative Kooperationsmodelle im Personenfernverkehr. Anschliessend war er Projektleiter in der Geschäftsentwicklung der DB Fernverkehr AG, Tourismusreferent beim Verkehrsclub Deutschland und Mobilitätszukunftsforscher am Institut für Transportation Design.
Abstract zur Keynote „Links & Likes“

Wie die Digitalisierung die Mobilität von morgen revolutioniert

Digitalisierung und Robotisierung werden in den kommenden Jahren die Mobilität in Deutschlands Städten stark verändern – und das voraussichtlich schneller als bislang erwartet. Innovative Mobilitätsdienstleistungen werden insbesondere den individuellen Strassenverkehr revolutionieren. Erfolgt diese Transformation ungesteuert, haben der leichtere Zugang zu Mobilitätsservices, die hohe Verfügbarkeit und deutlich fallende Preise ein steigendes Fahrtenaufkommen und zunehmende Beförderungsweiten zur Folge.

Der Vortrag erläutert die verschiedenen Entwicklungspfade, die der Trend zur Vernetzung und zum autonom fahrenden Vehikel auf Fahrzeuggestaltung und -einsatz, Raumwiderstände und -planung sowie das Gesamtverkehrssystem haben werden. Veranschaulicht wird der aktuelle Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Ausprägungen zukünftiger Mobilität, der zu einem stärkeren „sowohl-als- auch“ statt dem derzeit vorherrschenden „entweder-oder“ bei der Verkehrsmittelwahl und dem Verschwimmen der Grenzen zwischen individuellem und öffentlichem Verkehr führen wird. Schon heute ist ein intensives Experimentieren neuartiger automobiler Konzepte zu beobachten, das sich in den kommenden Jahren noch verstärken wird. Welche Chancen und Risiken ergeben sich daraus für Stadtgestaltung, Arbeitswelt und letztlich die Lebensqualität?

Photo by Vanessa Püntener